04.11.13

SOS-Kinderdörfer: Missbrauch auf Griechenland-Reise





17.10.2013 | 12:04 |   (DiePresse.com)
Ein elf- und ein zwölfjähriger Bub sollen von drei Jugendlichen missbraucht worden sein. Alle Beteiligten sind Betreute der SOS-Kinderdörfer.
 
 
Auf einer Griechenland-Reise von SOS-Kinderdörfern aus Kärnten und Salzburg ist es im Sommer zu sexuellen Übergriffen auf Kinder gekommen. SOS-Kinderdorf-Sprecher Viktor Trager bestätigte einen Bericht in der "Kleinen Zeitung" vom Donnerstag. Die beiden Opfer sind ein elfjähriger und ein zwölfjähriger Bub. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren, ebenfalls Betreute der SOS-Kinderdörfer.
Gegen die drei wird von den Staatsanwaltschaften Klagenfurt und Salzburg wegen Vergewaltigung ermittelt. Ein Verfahren wurde bereits wegen fehlender Zurechnungsfähigkeit eingestellt. Die anderen beiden Verfahren sollen mit außergerichtlichen Tatausgleichen eingestellt werden. Täter und Opfer wurden von SOS-Kinderdorf in unterschiedlichen Einrichtungen oder zumindest in getrennten Gruppen untergebracht. Alle Beteiligten werden psychologisch betreut.


Pädagogen dienstfrei gestellt

 

Insgesamt hatten an der zehntägigen Reise elf Kinder bzw. Jugendliche und zwei Betreuer teilgenommen. Ein Opfer vertraute sich nach der Reise einer Betreuerin zu Hause an. Die beiden Pädagogen, die die Reise begleitet hatten, wurden nach Aufkommen der Vorwürfe dienstfrei gestellt. Sie arbeiten nicht mehr für die Kinderdörfer, weil sie sich nach Ansicht des Arbeitgebers nicht richtig verhalten hätten. Ermittlungen gegen sie wurden eingestellt.
Opfer-Anwalt Bernd Auer - er vertritt den Zwölfjährigen - findet das nicht richtig und fordert weitere Ermittlungen. Auch den außergerichtlichen Tatausgleich für die Jugendlichen lehnt er ab.


Link: Bericht der "Kleinen Zeitung"
(APA)

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1465664/SOSKinderdoerfer_Missbrauch-auf-GriechenlandReise 

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